„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“

~Weisheit der Cree-Indianer

 

 

„Wenn du mit den Tieren sprichst, werden sie mit dir sprechen und ihr werdet euch kennenlernen.

Wenn du nicht mit Ihnen sprichst, dann werdet ihr euch nie kennenlernen.

Was du nicht kennst, wirst du fürchten.

Was du fürchtest, zerstörst du.“

~Häuptling Dan George

 

 

„Wir sind ein Teil der Erde.

Jeder Teil ist meinem Volk heilig.

Jede glitzernde Tannennadel, jeder sandige Strand, jeder Nebel in den dunklen Wäldern, jede Lichtung, jedes summende Insekt ist heilig in den Gedanken und Erfahrungen meines Volkes.

Der Saft, der in den Bäumen steigt, trägt die Erinnerung des roten Mannes.

Die Toten der Weissen vergessen das Land ihrer Geburt, wenn sie fortgehen, um unter den Sternen zu wandeln.

Unsere Toten vergessen diese wunderbare Erde nie – denn sie ist des roten Mannes Mutter...

Wir wissen, dass der weisse Mann unsere Art nicht versteht.

Ein Teil der Erde ist ihm gleich jedem anderen, denn er ist ein Fremder, der kommt in der Nacht und nimmt von der Erde, was er braucht.

Die Erde ist sein Bruder nicht, sondern Feind, und wenn er sie erobert hat, schreitet er weiter...

Die Luft ist kostbar für den roten Mann, denn alle Dinge teilen denselben Atem: das Tier, der Baum, der Mensch...

Lehrt eure Kinder, was wir unsere Kinder lehrten: Die Erde ist unsere Mutter...

Schöpfer allen Lebens ist die umfassende, geheimnisvolle Macht...

Alles Leben ist Verkörperung dieser geheimnisvollen Kraft, und die Erde zu verletzen, heisst, diese Kraft zu verachten...“

~Rede des Häuptlings Seattle vom Stamme der Duwamish anl. einer Landübergabe an Gouverneur Stevens im Jahr 1855

 

 

„...wir sind ein Teil der Erde, und sie ist ein Teil von uns. Die duftenden Blumen sind unsere Schwestern,

die Rehe, das Pferd, der große Adler sind unsere Brüder.

Die felsigen Höhen, die saftigen Wiesen, die Körperwärme des Ponys - und des Menschen - sie alle gehören zur gleichen Familie…“

~Chief See-at-la - Häuptling der Suquamish- und Duwamish-Indianer

 

 

„Das Leben ist ein Traum

Wir sind nicht auf Erden, um zu leben.

Wir sind gekommen, um zu schlafen, um zu träumen.

Unser Leib ist eine Blume, wie das Gras im Frühling ergrünt.

So öffnen sich unsere Herzen und treiben Knospen, um zu blühen und dann zu verwelken.

So lehrt der weise Tochihuitzin“

~Von den Azteken

 

 

„Vater Sonne, Mutter Erde

Du, Vater, übst durch die Sonne deine Macht aus, die Nacht zu vertreiben, einen neuen Tag zu bringen, ein neues Leben, eine neue Zeit.

Dir, Vater, sagen wir Dank durch die Sonne für dein Licht, für deine Wärme, die allen Wesen Licht gibt.

Frau! Mutter! An deiner Brust nährtest du mich. In deinen Armen hieltest du mich. Dir meine Liebe

Erde! Mutter! An deinem Busen finde ich Nahrung. In deinem Mantel suche ich Schutz. Dir meine Verehrung:“

~Indianische Weisheit

 

 

„Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.

Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.

Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast, ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob Du verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.

Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz - meinem oder Deinem - dasitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.

Ich will wissen, ob Du mit der Freude - meiner oder Deiner - dasein kannst, ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist.

Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein.

Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.

Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.

Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst.

Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern - meinem und Deinem - leben kannst und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: "Ja!"

Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wieviel Geld Du hast.

Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung,

erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.

Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist.

Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast.

Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.

Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gerne mit Dir zusammen bist.“

~Oriah Mountain Dreamer

 

 

„Ihr Weißen behauptet, Recht zu haben, und wir sollen im Irrtum sein. Woher sollen wir wissen, ob das stimmt...

~unbekannt

 

 

Wenn es nur eine Religion gibt, warum glauben die Weißen so viele verschiedene Dinge?

Wir streiten uns niemals über Religiöse Fragen.“

~Sagoyewatha Red Jacket

 

 

„Nimm dir Zeit, den Himmel zu betrachten.

Suche Gestalten in den Wolken.

Höre das Wehen des Windes und berühre das kalte Wasser.

Gehe mit leisen, behutsamen Schritten.

Wir sind Eindringlinge, die von einem unendlichen Universum nur für eine kurze Zeit deduldet werden.“

~Indianische Weisheit

 

 

„Das Land verkaufen? Warum nicht auch die Luft und das Meer?

Hat nicht der Große Geist all das zum Wohl seiner Kinder erschaffen?“

~Tecumseh

 

„Lehrt eure Kinder, was wir unsere Kinder lehrten. Die Erde ist unsere Mutter.

Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne und Töchter der Erde.

Denn das wissen wir: Die Erde gehört nicht dem Menschen - der Mensch gehört zur Erde.

Alles ist miteinander verbunden wie das Blut, das eine Familie vereint.“

~Chief See-at-la - Häuptling der Suquamish- und Duwamish-Indianer

 

 

„Wir wissen, was der weiße Mann eines Tages erst entdecken wird.

Unser großer Geist ist derselbe Gott.

Denkt nicht, daß ihr ihn besitzt, so wie ihr unser Land zu besitzen glaubt, denn das könnt ihr nie.

Der große Geist ist der Gott aller Menschen, des roten und des weißen Mannes. Dem großen Geist ist diese Erde kostbar.

Die Erde zu verletzen heißt, Gott zu verachten.“

~Chief See-at-la - Häuptling der Suquamish- und Duwamish-Indianer

 

"Eines Tages wird die Erde weinen, sie wird um ihr Leben flehen, sie wird Tränen von Blut weinen.

Ihr werdet die Wahl haben, ihr zu helfen oder sie sterben zu lassen, und wenn sie stirbt, sterbt ihr auch."

~John Hollow Horn, Oglala Lakota, 1932

 

"Ein Indianer saß am Fluss und angelte.

Da kam ein Weißer Mann daher und sagte zu ihm: Warum gehst Du nicht arbeiten?

Du kannst Geld verdienen, dir ein Haus kaufen, eine Familie gründen, kannst ein großes Auto fahren.

Du könntest wirklich ein gutes Leben führen. Dann fährst du in den Urlaub, z. B. an einen Fluss zum Angeln.

Der Indianer antwortete: Ja, weißer Mann du hast recht. Das könnte ich tun. Aber ich sitze ja schon an einem Fluß und fische."

~aus dem Mondkalender 2004 von Paungger/Poppe

 

Als ich Kind war, verstand ich zu geben und zu teilen; seit ich zivilisiert wurde, habe ich diese Tugend verlernt.

Ich lebte ein natürliches Leben, jetzt lebe ich ein künstliches. Damals war jeder hübsche Kieselstein für mich kostbar, und ich hatte Ehrfurcht vor jedem Baum. Der Ureinwohner Amerikas verband seinen Stolz mit einer außergewöhnlichen Demut. Überheblichkeit war seinem Wesen und seiner Lehre fremd. Er erhob niemals den Anspruch, daß die Fähigkeit, sich durch Sprache auszudrücken, ein Beweis für die Überheblichkeit des Menschen über die sprachlose Schöpfung sei; ganz im Gegenteil, er sah in dieser Gabe eine Gefahr. Er glaubte fest an das Schweigen - das Zeichen vollkommener Harmonie.

Schweigen und Stille stellten für ihn das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele dar.

Wenn Du den Indianer fragst: "Was ist die Stille?", wird er Dir antworten: „Das Große Geheimnis."

"Die heilige Stille ist seine Stimme."

Und wenn Du fragst: "Was sind die Früchte der Stille?", so wird er sagen: "Selbstbeherrschung, wahrer Mut und Ausdauer, Geduld, Würde und Ehrfurcht."

"Hüte Deine Zunge in der Jugend", sagte der alte Häuptling Wabashaw, "dann wirst Du vielleicht im Alter Deinem Volk einen weisen Gedanken schenken."

~Ohiyesa

 

„Wozu brauchen wir die Zeit? Damals, in den alten Tagen, brauchten wir sie nicht.

Wir richteten uns nach Anfang und Untergang der Sonne. Wir mussten uns niemals beeilen. Wir brauchten nie auf die Uhr zu blicken. Wir mussten nicht zu einer bestimmten Zeit bei der Arbeit sein. Wir taten, was getan werden musste, wenn uns danach war. Aber wir achteten darauf, es zu tun, bevor der Tag zu Ende ging. Wir hatten mehr Zeit, denn der Tag war noch ganz.“

~Scott Eagle

 

„Was ich ihm sage...

Ich gehe mit meinem Sohn ins Freie und zeige ihm einen Baum, lasse ihn die Blätter berühren, das ist ein Blatt, sieh her, es ist grün, es hat Adern, so ist es geformt, greif´s an. Er berührt das Blatt, und der Zweig zittert mit, dicke Händchen greifen ungestüm und zärtlich nach dem, was ich ihm zeige. Ich lasse ihn barfuß auf dem Boden stehn, diese Erde spüren, braune Erde und Kiesel, festen Lehm, Samen haben es schwer, darin Wurzeln zu fassen, erst Sand und Blätter, Zweige und Dünger machen den Boden fruchtbar.

...Das alles sage ich ihm.

~Simon J. Ortiz

 

 

Morgenlied

„Mein Großvater stand immer mit der Sonne auf. Sie war sein ältester Freund. Seine Vordertür des Krämerladens, den er führte, ging nach Osten hinaus, und dort saß er in seinem blaugestrichenen Sessel aus Föhrenholz, geschnitten in seinen eigenen Wäldern, und wartete, bis die ersten Sonnenstrahlen sein Gesicht berührten. Mit der höhersteigenden Sonne wuchs seine Kraft, seine Hände bewegten sich wie im Nachtfrost erstarrte Grillen, die im morgendlichen Gras wieder zum Leben erwachen.

Dann, bevor er sein langes Tagwerk begann, hob er die Hände und hielt sie hoch, bis sie die Stille umfaßten - so begrüßte er den Tag.“

~Joseph Bruchac, Sohn der Abenaki

 

"Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen."

~Altes Indianersprichwort

 

 

"Wenn ein Mensch etwas vollbringt, das alle in Erstaunen versetzt, dann sagt man, es ist wunderbar.

Aber wenn wir den Wechsel von Tag und Nacht beobachten, die Sonne, den Mond und die Sterne am Himmel und die Abfolge der Jahreszeiten auf der Erde verfolgen, die die Früchte reifen lässt, dann muss jedem klar werden, dass dies das Werk eines Wesens ist, das grösser ist als der Mensch."

~Chased-by-bears, Sioux-Indianer

 

„Ich bin das Land, meine Augen sind der Himmel, meine Glieder die Bäume, ich bin der Fels, die Wassertiefe.

Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie auszubeuten. Ich bin selbst Natur. „

~Squan´na´vai

 

 

„Es gibt kein "Besser" oder "Schlechter", nur Unterschiede.

Diese müssen respektiert werden, egal ob es sich um die Hautfarbe, die Lebensweise oder eine Idee handelt.“

~Kote Kotah, Chumash

 

 

„Im Leben eines Indianers gibt es keine schlechten Tage.

Auch wenn die Zeiten noch so schwierig sind - jeder Tag ist gut.

Weil Du am Leben bist, ist jeder Tag gut.“

~Henry Old Coyote, Crow

 

 

"Für euch Weiße waren wir Wilde. Ihr habt unsere Gebete nicht verstanden. Ihr habt nicht einmal versucht, sie zu verstehen.

Wenn wir der Sonne, dem Mond oder dem Wind unsere Loblieder sangen, beteten wir in euren Augen Götzen an.

Ohne uns zu verstehen und nur, weil unsere Art der Anbetung anders war als eure, habt ihr uns als verlorene Seelen verdammt.

Wir sahen das Werk des großen Geistes in seiner ganzen Schöpfung: in Sonne, Mond, Bäumen, Bergen und Wind.

Manchmal traten wir durch das, was er geschaffen hatte, an ihn heran. War das so schlecht?

Ich weiß, dass wir aus ganzem Herzen an das höchste Wesen glauben und unser Glaube ist stärker als der vieler Weisser, die uns Heiden nannten. Die roten Wilden waren immer enger mit der Natur verbunden als die weißen Wilden.

Die Natur ist das Buch jener großen Kraft, die ihr Gott nennt und die wir den großen Geist nennen.

Was für einen Unterschied macht schon ein Name aus!"

~Tatanga Mani, Stoney

 

„Was ist das Leben?

Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen in der Nacht. Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter.

Es ist wie der kurze Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.“

~Crowfoot, Blackfoot

 

 

„Weisheit gehört keinem Menschen allein. Wir müssen weise handeln, aber Weisheit gehört niemandem.

Sie ist die Offenbarung alter und bewährter Ideen, und wir erlangen sie, wenn Generationen um Generationen die Gesetze der Natur erforschen.“

~Hunbatz Men, Maya

 

 

„So vielfältig sind die Wunder der Schöpfung, dass diese Schönheit niemals enden wird.

Die Schöpfung ist hier. Sie ist genau jetzt in Dir, ist es immer schon gewesen.

Die Welt ist ein Wunder. Die Welt ist Magie. Die Welt ist Liebe. Und sie ist hier, jetzt.“

~Dankgebet der Irokosen

 

 

"Weisst du, dass die Bäume reden?

Ja, sie reden. Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst.

Aber die weissen Menschen hören nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die anderen Stimmen in der Natur nicht hören.

Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Grossen Geist."

~Tatanga Mani, Stoney

 

"Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin."

~unbekannter Apachenkrieger

 

 

„Was ist der Mensch ohne die Tiere?

Wenn alle Tiere gegangen wären, würde der Mensch aus großer Einsamkeit des Geistes sterben.

Denn, was auch immer mit den Tieren geschieht, passiert auch bald dem Menschen.

Alle Dinge sind miteinander verbunden.“

~Häuptling Seattle (Duwanischer Stamm)

 

 

„Vor langer Zeit erzählte mir mein Vater, was sein Vater ihm erzählt hatte, daß es einst bei den Lakota einen heiligen Mann namens "Drinks Water" (Trinkt Wasser) gegeben habe, der das träumte, was erst kommen sollte... Er träumte, daß die Vierbeinigen zurück auf die Erde kämen und daß eine fremdartige Rasse ihr Netz um die Lakota weben würde. Er sagte: "Ihr werdet in grauen, quadratischen Häusern wohnen, in einem unfruchtbaren Land...". Manchmal wissen die Träumenden mehr als die Wachen.“

~Black Elk, Oglala Sioux, ca. 1932

 

 

„Betrachte die Welt nicht mehr voller Unruhe.

Dann strahlt das Licht des Tages aus deinen Augen.

Sie sind der Spiegel der Welt.“

 

 

"Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen. Seht Brüder, der Frühling ist da. Die Sonne hat die Erde umarmt. Bald werden wir die Kinder dieser Liebe sehen. Jeder Same, jedes Tier ist erwacht. Diesselbe Kraft hat auch uns geboren. Darum gewähren wir auch unseren Mitmenschen und unseren Freunden, den Tieren, die gleichen Rechte wie uns, auf dieser Erde zu leben. Aber hört Brüder. Jetzt haben wir es mit einer anderen Art zu tun. Sie waren wenige und schwach; jetzt aber sind es viele und sie sind stark und überheblich. Es ist kaum zu glauben, sie wollen die Erde umpflügen. Habgier ist ihre Krankheit. Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen dürfen sie brechen, die Armen aber nicht. Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit zu stützen. Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie auf's neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege."

~Sitting Bull, Lakota

 

 

„Lerne die Schönheit des Augenblicks zu genießen, den Flug eines Vogels, das Brausen des Windes, das Plätschern einer Quelle, den geheimnisvollen Halbschatten des Unterholzes. Werde wie ein Kind mit seinem Staunen über alle Dinge, und die Zeit wird stillstehen. Dann wirst du die ganze Welt durch deinen eigenen Körper erfahren.“

~unbekannt

 

 

"Der Rote Mann kämpft für sein Volk, seine Familie, um Nahrungsvorräte und Jagdgebiete, um das Überleben. Der Weisse Mann kämpft aus Gier nach mehr für sich und seinen Hunger nach Geld und Gold. Er denkt an sich immer zuerst. Bei den roten Männern ist der reich zu nennen, der viele Geschenke macht; Bei den weissen Männern kommt es darauf an, immer noch mehr anzuhäufen und bloss nichts wegzugeben. Der rote Mann liebt die Natur, weil er ein Teil von ihr ist. Der weisse Mann tötet die Natur, obwohl auch er ein Teil von ihr ist. DAS nenne ich verückt.."

~Suvate, Dog Soldier

 

 

"Im Stamm der Lakota war jeder gern bereit, Kinder zu betreuen. Ein Kind gehörte nicht nur einer bestimmten Familie an, sondern der großen Gemeinschaft der Sippe - sobald es gehen konnte, war es im ganzen Lager daheim, denn jeder fühlte sich an sein Verwandter. Meine Mutter erzählte mir, dass ich als Kind oft von Zelt zu Zelt getragen wurde und sie mich an manchen Tagen nur hie und da zu Gesicht bekam. Niemals sprachen meine Eltern oder Verwandten ein unfreundliches Wort zu mir, und niemals schalten sie mich, wenn ich etwas falsches getan hatte. Ein Kind zu schlagen, war für einen Lakota eine unvorstellbare Grausamkeit."

~Luther Standing Bear

 

 

„WAS ist das Leben?

Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen in der Nacht. Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter. Es ist wie der kurze Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.“

~Crowfoot, Blackfoot

 

 

„Kein Mensch kann seine Mutter besitzen, keiner kann die Erde zu seinem Eigentum machen.“

~Ojibwa

 

„Wir wurden zusammen mit allen Geschöpfen auf diese Erde gesetzt. Alle diese Geschöpfe, auch die kleinsten Gräser und die größten Bäume, sind mit uns eine Familie. Wir sind alle Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde.“

~Dangebet der Irokesen

 

 

„Ihr sollt wissen, daß alles, was ihr braucht, Geschenke der Erde unten, des Himmels oben und der vier Winde sind. Wenn ihr euch gegen diese Elemente vergeht, wird es schlimme Konsequenzen für euch haben „

~Sioux-Legende

 

 

"Der Rauch aus unserer heiligen Pfeife ist der Atem des Großen Geistes. Wenn wir beisammensitzen und die Pfeife rauchen, bilden wir einen Kreis, der ohne Ende ist und alles umschließt,was auf der Erde lebt."

~Lame Deer (Tahca Ushte)

 

 

„Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei,dann sagt auch nicht ein Falke zum andern:"Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der richtige Weg sein, schliessen wir uns an!"Sie werden weiterhin als Falken dem Weg der Falken folgen.“

~unbekannt

 

 

„Eine Nation ist nicht besiegt ehe die Herzen ihrer Frauen am Boden sind.

Dann ist es geschehen, egal wie tapfer ihre Krieger oder wie gut ihre Waffen sein mögen.“

~Traditionelles Sprichwort der Cheyenne

 

 

„Alles in der Welt ist zweifach. Unser Geist hat eine gute und eine böse Seite. Mit unseren Augen sehen wir Schönes und Hässliches... Wir haben eine rechte Hand, die Schläge austeilt und viel Übles tut und eine linke Hand voller liebe, die nah beim herzen ist. Ein Fuß kann uns auf den falschen Pfad führen, der andere zum guten. Und so hat alles zwei Seiten.“

~Häuptling Eagle – Pawnee

 

 

"Der erste Friede,der Wichtigste,er ist der,welcher in die Seelen der Menschen einzieht,wenn sie ihre Verwandschaft,ihr Einsein mit dem Universum begreifen und inne werden,daß im Mittelpunkt der Welt das große Geheimnis wohnt, und das diese Mitte tatsächlich überall ist.Sie ist in jedem von uns.

Dies ist der wirkliche Friede, alle anderen sind lediglich Spiegelungen davon.

 

Der zweite Friede ist der,welcher zwischen Einzelnen geschlossen wird.

 

Und der dritte ist der zwischen Völkern.Doch vor allem sollt ihr verstehen, daß es nie Frieden geben kann, solange nicht der erste Friede vorhanden ist, welcher wie ich schon so oft sagte,innerhalb der Menschenseelen wohnt!"

~Hehaká Sapa, Ogallal-Sioux

 

 

„Großer Geist

bin nicht mehr taub

kann dich wieder hören

die vierflügelige Libelle

flüsterte mir zu

wir sind Brüder

Ich höre deine Stimme im Wind,

in den Bäumen...

Ich laufe durch das hohe Gras

nicht mehr alleingelassen

mit Mutter Erde vereint.

Ich zog sie an mich

und hörte die Ameisen reden

die nie den alten Weg vergaßen...

Ich bringe die heiligen Steine.“

~Tahca Isnala

 

 

„Die indianische Art zu leben bedeutet Freiheit - eine intensive und allumfassende Liebe zur Natur, Ehrfurcht vor dem Leben und das feste vertrauen zu einem höherem Wesen. Die Beziehung des Indianers zu anderen Menschen basiert auf Wahrheit, Ehrlichkeit, Großzügigkeit, Gleichheit und Brüderlichkeit.“

~Luther Bear - Oglala Sioux

 

 

„Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht. Ich bin eine der tausend wogenden Wellen des Sees, ich bin das diamentene Glitzern des Schnees, wenn ihr erwacht in der Stille am Morgen, dann bin ich für euch verborgen, ich bin ein Vogel im Flug, leise wie ein Luftzug, ich bin das sanfte Licht der Sterne in der Nacht. Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht."

~Lakota

 

"Man lehrte uns, dass der Große Geist alles sieht und alles hört und dass er nichts vergisst; dass er nach dem Tod dem Geist jedes Menschen nach seinen Verdiensten eine neue Heimat gibt ... Daran glaube ich, so wie alle aus meinem Volk."

~Joseph (Himmaton Yalatkit) Häuptling der Nez Perce

 

 

"Blau sinkt der Abend herab, blau sinkt der Abend, überall, wohin ich blicke; die seidenen Maisfäden tanzen."

~Lied eines Papago

 

 

"Die verückte und kranke Welt des weissen Mannes Vieles ist töricht an eurer sogenannten ZIVILISATION. Wie Verückte lauft ihr weissen Menschen dem Geld nach, bis ihr soviel habt, dass ihr gar nicht lange genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert die Wälder, ihr schlachtet die Tiere ab, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr , die all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer grössere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören."

~Tatanga Mani

 

 

"Für euch Weiße waren wir Wilde. Ihr habt unsere Gebete nicht verstanden. Ihr habt nicht einmal versucht, sie zu verstehen. Wenn wir der Sonne, dem Mond oder dem Wind unsere Loblieder sangen, beteten wir in euren Augen Götzen an. Ohne uns zu verstehen und nur, weil unsere Art der Anbetung anders war als eure, habt ihr uns als verlorene Seelen verdammt.

Wir sahen das Werk des großen Geistes in seiner ganzen Schöpfung: in Sonne, Mond, Bäumen, Bergen und Wind. Manchmal traten wir durch das, was er geschaffen hatte, an ihn heran. War das so schlecht? Ich weiß, dass wir aus ganzem Herzen an das höchste Wesen glauben und unser Glaube ist stärker als der vieler Weißer, die uns Heiden nannten. Die roten Wilden waren immer enger mit der Natur verbunden als die weißen Wilden. Die Natur ist das Buch jener großen Kraft, die ihr Gott nennt und die wir den großen Geist nennen. Was für einen Unterschied macht schon ein Name aus!"

~Tatanga Mani

 

"Bevor unsere weißen Brüder kamen, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns auch keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte, keine Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die - wie man uns sagt - für eine zivilisierte Gesllschaft so notwendig sind."

~Lame Deer

 

 

"Eines Tages wird die Erde weinen, sie wird um ihr Leben flehen, sie wird Tränen von Blut weinen. Ihr werdet die Wahl haben, ihr zu helfen oder sie sterben zu lassen, und wenn sie stirbt, sterbt ihr auch."

~John Hollow Horn, Oglala Lakota, 1932

 

"Wir haben unser Land und unsere Freiheit verloren, aber noch haben wir unsere Art zu denken und zu leben bewahrt. Als Indianer könnten wir einen bedeutenden Beitrag zu eurer Kultur leisten. Nur wenigen Weißen kommt es in den Sinn, das auch die Menschen anderer Hautfarbe, seien sie nun rot oder schwarz oder gelb, sich Gedanken darüber machen, wie diese Welt besser werden könnte.

Vieles ist verrückt in der Welt des weißen Mannes. Wir glauben, dass die Weißen sich mehr Zeit nehmen sollten, um mit der Erde, den Wäldern und allem, was wächst, vertrauter zu werden, statt wie eine in Panik geratene Büffelherde herumzurasen. Wenn die weißen Menschen auch nur einige unsere Ratschläge befolgten, fänden sie eine Zufriedenheit, die sie jetzt nicht kennen und die sie auf der Jagd nach Geld und Vergnügen vergeblich suchen. Wir Indianer können die Menschen immer noch lehren, wie man im Einklang mit der Natur lebt."

~Tatanga Mani

 

 

"Weisst du, dass die Bäume reden? Ja, sie reden. Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst. Aber die weissen Menschen hören nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Grossen Geist."

~Tatanga Mani, Stoney

 

"Wir wissen, was der weiße Mann eines Tages erst entdecken wird. Unser Großer Geist ist derselbe Gott. Denkt nicht, daß ihr ihn besitzt, so wie ihr unser Land zu besitzen glaubt. Denn das könnt ihr nie. Der Große Geist ist der Gott aller Menschen, des Roten und des Weißen Mannes. Dem Großen Geist ist diese Erde kostbar. Die Erde zu verletzen heißt Gott zu verachten."

~Chief Seattle 1854

 

 

"Dieser Krieg hat nicht hier in unserem Land begonnnen; diesen Krieg haben die Kinder des Großen Vaters über uns gebracht, die gekommen sind und uns unser Land ohne Bezahlung wegnahmen und die in unserem Land viele böse Dinge tun. Der Große Vater und seine Kinder sind an diesem Unheil schuld... Es ist unser Wunsch gewesen, friedlich in unserem Land zu leben und Dinge zu tun, die zum Wohl und Nutzen unseres Volkes sind, doch der Große Vater hat es mit Soldaten besetzt, die nur unseren Tod wollen. Manche von unseren Leuten, die von hier fortgingen, weil sie woanders besser zu leben hofften, und andere, die nach Norden gingen, um zu jagen, wurden von den Soldaten aus dieser Richtung angegriffen, und als sie in den Norden kamen, wurden sie von der anderen Seite von Soldaten angegriffen, und jetzt, da sie zurück kommen möchten, stellen sich die Soldaten ihnen entgegen und hindern sie daran, heim zu kommen. Ich glaube, dass es einen besseren Weg gibt. Wenn Menschen in Streit geraten, ist es für beide Parteien besser, ohne Waffen zusammen zu kommen und zu verhandeln und eine friedliche Lösung zu finden."

~Sinte-Galeshka - Spotted Tail – Brule-Sioux

 

 

"Die Weißen haben immer versucht, die Indianer dazu zu bringen, ihr Leben aufzugeben und wie die Weißen Männer zu leben - Land zu bebauen, schwer zu arbeiten und zu tun, was sie taten - , doch die Indianer wussten nicht, wie man das macht und wollten es auch nicht... Hätten die Indianer versucht, die Weißen dazu zu bringen, so zu leben wie sie, dann hätten die Weißen sich gewehrt, und das taten auch viele Indianer."

~Wamditanka - Big Eagle - Santee-Sioux

 

 

"Wenn du mit den Tieren sprichst, werden sie mit dir sprechen, und ihr werdet euch kennenlernen.

Wenn du nicht mit Ihnen sprichst, dann werdet ihr euch nie kennenlernen.

Was du nicht kennst, wirst du fürchten.

Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George

 

"Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde verändern!"

~Afrikanisches Sprichwort

 

"Was ist der Mensch ohne Tiere. Wären alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an großer Einsamkeit des Geistes. Denn, was auch immer mit den Tieren geschieht, passiert auch bald dem Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden."

~ Häuptling Seattle (Duwanischer Stamm)

 

 

 

 

"Wir müssen die Wälder für unsere Kinder beschützen, für unsere Enkelkinder und für

die Kinder die gerade geboren werden. Wir müssen die Wälder beschützen für die,

die es selbst nicht tun können, solche wie die Vögel, Tiere, Fische und Bäume."

~ Qwatsinas - Nuxalk Nation ~

 

O-Hey-O Genero

Wir heißen euch in der Energie des Regenbogens von Herzen willkommen.

Der Regenbogenstamm ist nicht zu vergleichen mit dem WAS IST,

sondern mit dem was SEIN WIRD!

 

 

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